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28.11.2017

Automatisierung - Sich nicht vom Industrie 4.0-Hype blenden lassen

Die Digitalisierung ist nur ein Aspekt, um eine Produktion wett­bewerbs­fähiger zu machen. Kon­ven­tionelle Faktoren wie die Berei­nigung der Modell­palette können ent­scheidender sein.

Als Antwort auf die Abwan­derung von Produktions­ein­heiten ins Ausland wurde 2011 durch die deutsche Regierung die Initiative «Industrie 4.0» lanciert. Sie soll die Entwick­lung neuer Techno­logien zur Vernet­zung und Digitali­sierung der Fabriken voran­bringen und so den Pro­duktions­stand­ort stärken. Will man die Produk­tion in West­europa behalten, so heisst es, kommt man um Industrie 4.0 nicht herum. Nun, die Realität spricht momentan eine andere Sprache: Inno­vative und ren­table Firmen haben in den letzten Jahren eigene Stand­orte in Ost­europa und Asien auf- und ausgebaut. Nebst dem starken Franken zählen auch die Lohn­kosten, die Kunden­nähe und die Erschlies­sung neuer Märkte eine Rolle.[1] Da man mit Pro­duktions­ver­lage­rungen bereits Erfah­rungen gesam­melt hat, sind die Verschie­bungen oft schnell und erfolg­reich. Die digitale Vernet­zung macht es sogar einfacher, Produk­tions­linien zu verla­gern, denn man kann sie aus der Ferne über­wachen und Fertigungs­daten über­mitteln. Die geo­gra­fische Distanz schrumpft so.

Nicht nur unter Anbietern gehen die Mei­nungen darüber aus­einander, was man unter dieser vierten indu­striellen Revo­lution konkret verstehen soll. Gemäss einer 2016 durch­geführten Swiss­mem-Umfrage gibt es schätzungsweise 200 Defini­tionen von Industrie 4.0. An der dies­jährigen Han­nover-Messe haben rund 500 Anwen­dungs­bei­spiele den Nutzen der Digi­talisie­rung für die Indus­trie aufgezeigt. Einige Beispiele mögen bahn­bre­chend sein, manche eher eine Evo­lution statt eine Revo­lution darstel­len. Man findet auch «Altes in neuem Gewand», d.h. bewährte Lösun­gen, die schon länger eingesetzt werden: Kombi­nationen aus RFID, Ethernet, WLAN und Sensorik werden nun als Industrie-4.0-Lösungen präsentiert. Diese Vielfalt mag verwir­rend sein, kann aber auch als Chance betrach­tet werden, sich auf spezi­fische Produk­tions­fragen zu kon­zentrie­ren, statt eine kom­plette Digita­lisierungs­lösung anzu­streben.

Welche Rolle spielt die Industrie 4.0 eigentlich heute in Unter­nehmen, die erfolg­reich produzieren? Aufschluss­reich ist hier ein Blick in ein Schweizer Traditions­unter­nehmen, das eine kritische Situation gemeistert hat.

Link zum Artikel: Sich nicht vom Industrie 4.0 Hype blenden lassen

Quelle: Bulletin.ch

 

 

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